Agilität und Lernpotenzial

Prof. Dr. Scheffer im Gespräch mit Stephanie Schoss, die an der NORDAKADEMIE integriertes Personalmanagement unterrichtet.

Agile Methoden werden heute in vielen Unternehmen eingeführt, um schneller auf den sich stetig beschleunigenden technischen Wandel und immer anspruchsvollere Kundenwünsche eingehen zu können. Für Mitglieder agiler Teams ist eine Eigenschaft unabdingbar: Die Kompetenz, aus Feedback rasch zu lernen, also das Lernpotenzial im Sinne von Werner Sarges, der dieses Konzept erstmals vorgestellt hat.

Lernpotenzial steht im Fokus des alljährlich stattfindenden Assessment Centers (AC), welches die NORDAKADEMIE für freiwillige Studierende im vorletzten Studienjahr anbietet. Das Besondere an diesem Lernpotenzial-AC ist, dass die Beobachter, zumeist erfahrene Personalverantwortliche aus den Partnerunternehmen, den Teilnehmenden direkt nach jeder Übung Feedback geben und Lernziele vereinbaren, was sie beim nächsten Mal besser machen können. In einer späteren Übung haben dann die Teilnehmenden Gelegenheit zu zeigen, ob sie diese Lernziele erreichen.


Neben den „klassischen“ Beobachterrückmeldungen wurde in diesem Jahr auch zum ersten Mal exploriert, ob es technisch möglich ist, die Gruppeninteraktionen aufzunehmen und daraus anonym ein Feedback für die gesamte Gruppe zu generieren. Hierzu wurden die Diskussionen in einigen der Gruppenaufgaben aufgenommen, anonym ausgewertet und zu einem Gruppenfeedback verdichtet. Dabei handelt es ich aber noch um Grundlagenforschung, über die dann im Rahmen eines später stattfindenden Symposiums berichten wird.


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