Anwendungsorientierung im Labor Technik

Anwendungsorientierung wird im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen großgeschrieben. Derzeit arbeitet der 14er Jahrgang im Modul „Produktions- und Qualitätsmanagement“ an einer praktischen Aufgabenstellung, die technische und wirtschaftliche Anforderungen vereint.

 

Typische Fragestellung eines produzierenden Unternehmens

 

Die Wettbewerbsfähigkeit produzierender Unternehmen hängt maßgeblich davon ab, Fertigungsprozesse wirtschaftlich zu gestalten. Dabei müssen die Ansprüche aller Anspruchsgruppen, der sogenannten Stakeholder, angemessen berücksichtigt werden: die Kunden erwarten eine einwandfreie Qualität, die Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen und die Umwelt soll geschützt werden. Vor diesem Hintergrund haben die Studierenden die Aufgabe, im Rahmen eine 9-wöchigen Projekts einen Arbeitsplatz zur Montage eines Getriebes zu entwickeln.

 

‘Learning by doing’ mit Systems Engineering

 

„Es ist wichtig, dass die Studierenden lernen, Projekte systematisch und unterstützt durch geeignete Methoden zum Erfolg zu führen. Grundlage dafür ist das Systems Engineering, ein interdisziplinärer Ansatz, um komplexe technische Systeme zu entwickeln und zu realisieren“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dr.-Ing. Volker Ahrens.  Ausgestattet mit dem theoretischen Hintergrundwissen durch die vorangehende Vorlesung starten die angehenden Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure in Teams von fünf bis sechs Personen im modernen Labor Technik auf dem Campusgelände ihre 45 Laborstunden. Jedes Teammitglied vertritt die Interessenslage einer Anspruchsgruppe, also des Unternehmers, des Mitarbeiters, des Kunden oder der Umwelt, so dass alle relevanten Aspekte der Arbeitssystemgestaltung wie Ergonomie, Zeitwirtschaft, Qualitätsmanagement, Arbeits- und Umweltschutz in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt werden. Durch die Teamarbeit wird darüber hinaus die soziale Kompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestärkt. Gebaut wird nach der Methodik des Cardboard Engineerings, d.h. es wird ein Modell im Maßstab 1:1 aus Kartonage gebaut. „So lernen wir zusätzlich zur Theorie des methodischen Arbeitens auch die praktische Umsetzung“, sagt Timo Maschmann, ein Student der Zenturie WING 14b.

 

Am Ende zählt auch das Ergebnis

 

Bewertet werden sowohl der Weg zum Ziel als auch das Ergebnis. Bereits während der Veranstaltung dokumentieren die Studierenden die wichtigsten Schritte. Am Ende des Semesters steht dann die Projektpräsentation an, bei der die Arbeitssystem-Modelle vorgestellt und bewertet werden. „Insgesamt ein tolles Projekt,“ sagt Timo Maschmann, „bei dem wir viel lernen und den Zusammenhalt in unserer Gruppe fördern.“

Wenn auch Sie sich für ein duales Wirtschaftsingenieurstudium interessieren, gibt es mehr Informationen unter Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor of Science)


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