Campusbewohnerin der Woche: Die Amsel (Turdus merula)

Nicht zu fassen, was da alles auf unserem Campus herumläuft, flattert, schwimmt, gräbt oder einfach nur still vor sich blüht und wächst. Bleiben Sie einfach mal einen Moment stehen, öffnen Sie Ohren, Augen und Nase und warten Sie auf Entdeckungen. Die Artenvielfalt auf unserem naturnahen Campus hat es in sich. Um beim Entdecken zu helfen, stellen wir Ihnen ab jetzt jeden Freitag die Campusbewohnerin oder den Campusbewohner der Woche vor.

Den Anfang macht heute die Amsel, weil sie gerade besonders fleißig ist. Mit ihrem Schnabel sammelt sie Material für den Nestbau. Eine echte Upcycling-Künstlerin – aus abgestorbenen Teilen, die Pflanzen achtlos abgeworfen haben, konstruiert sie ein Hightech-Wunder: leicht, warm, luftig, flexibel und trotzdem stabil – das Nest, nach dem wir uns abends alle sehnen. Während das braune Amselweibchen für den Nestbau und das Ausbrüten zuständig ist, sucht das schwarze Amselmännchen nach Würmern und Insekten. Abends markiert es mit lautem Gesang das Revier. Beim Füttern der Küken werden sich beide bald abwechseln.

Übrigens ist der Gesang der Amsel nicht zu verachten, kommt er doch unserem Musikverständnis besonders nahe. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass sich Größen wie Heinz Tiessen, Richard Strauss und Paul McCartney von dem Gesang haben inspirieren lassen. In McCartneys Song Blackbird wurde sogar eine Originalaufnahme des begabten Tieres eingezwitschert. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum die Amsel schon mehrfach als schwedischer Nationalvogel bestätigt wurde? In jedem Fall können aufmerksame Campus Besucher_innen die fleißigen Bauprojekte der Amseln beobachten und dabei ihrem melodischen Singen lauschen. Schön und ein perfekter Auftakt für das sonnige Wochenende.


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