"Digineering" - eine neue Kernkompetenz für Business und IT

© e-ThinkTank e.V.

Vortrag Lars von Thienen (© Silke Homann-Vorderbrück)

Prozessdigitalisierung— Arbeitskreis erfolgreich gestartet

Am 24.01. fand die 2. Sitzung des Arbeitskreises „Digineering“, veranstaltet vom e-ThinkTank e.V. in Kooperation mit der NORDAKADEMIE, auf dem Elmshorner Campus statt. Hinter dem eThinkTank stecken die beiden NORDAKADEMIE-Professoren Dr. Arno Müller aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften sowie Dr. Hinrich Schröder aus dem Fachbereich Informatik. Dritter im Bunde beim e-ThinkTank ist Lars von Thienen, Geschäftsführer der bps business process solutions GmbH.

Ziel des Arbeitskreises ist es, praxistaugliche Methoden für die Umsetzung der Prozessdigitalisierung zu liefern. Gemeinsam mit rund 35 Unternehmensvertretern aus der IT sowie aus den Fachbereichen wird ein Leitfaden zur erfolgreichen Prozessdigitalisierung, „Digineering“ als digitaler Ansatz des Business Process Reengineering, entstehen. Dazu werden in insgesamt sechs Sessions jeweils unterschiedliche Bausteine des Themas behandelt. In der zweiten Session standen die technischen Bausteine und deren Potenziale zur Prozessdigitalisierung im Fokus.


Eröffnet wurde die Session mit einer Keynote, gehalten von Guido Steinacker, Executive Software-Architekt bei Otto. Dieser gab einen spannenden Einblick, warum und wie sich die Architektur von otto.de von einem Monolithen zu Micro Services entwickelt hat.
Danach wurden die knapp 35 Teilnehmenden selbst tätig und entwickelten in einem Workshop Anforderungen an die Prozessdigitalisierung. An einem konkreten Beispiel wurden aus einer Customer Journey Prozesse mit Digitalisierungspotenzial identifiziert. Anschließend wurde ein Teilprozess ausgewählt, zu dem die Teilnehmenden gemeinsam exemplarisch eine User Story entwickelten.

 

Lars von Thienen stellte mit dem Thema „Prozess-Digitalisierung ohne Programmierung" anhand eines einfachen Praxisbeispiels vor, wie frei verfügbare Micro Services zur Prozessoptimierung schnell und relativ einfach eingesetzt werden können. Anschließend ging es erneut in die Workshops. Während ein Teil der Anwesenden die Inhalte aus dem Vortrag weiter vertieften und die Nutzung verfügbarer IT-Services aus der Cloud diskutierten, beschäftigte sich der andere Teil der Anwesenden mit den benötigten Rollen innerhalb des Digineerings und diskutierten die bisher gemachten Erfahrungen aus dem eigenen Unternehmen.

 

Abschließend wurden die Ergebnisse des Tages zusammengefasst und ein Ausblick auf die dritte Session des Arbeitskreises gegeben, in dem sich alles um das Thema (Ro)-Bots und die Orchestrierung von digitalen Services und Mensch-Maschine-Kommunikation drehen wird.
Die Teilnehmenden, teilweise sogar aus der Schweiz angereist, waren von dem Format sehr begeistert und begrüßten den Mix aus Theorieinput und Berichten aus der Praxis sowie die Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion. „Man fahre mit reichlich Anregungen und Ideen zurück“ und „freue sich bereits auf die nächste Session“.


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