User Experience Design

Die Gestaltung von Informationstechnologie hat heutzutage einen Reifegrad erreicht, bei dem nicht nur die pragmatische Produktqualität, sondern auch das Benutzungserlebnis und die Gesamtwirkung über den Markterfolg entscheiden. Seit geraumer Zeit wird der Begriff der „Usability“ (Gebrauchstauglichkeit) noch um den Begriff der „User Experience“ (UX) erweitert. Während bei Usability die Lernbarkeit und Bedienbarkeit im Vordergrund steht, wird mit User Experience die gesamte Erfahrung eines Benutzers mit einem Produkt beschrieben.

Mit der Einrichtung eines modernen Labors Anfang 2015 wurde das Thema User Experience zu einem kontinuierlichen Forschungsschwerpunkt des Fachbereichs Informatik unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Finck aufgebaut. Das User Experience Labor ermöglicht mit seiner umfangreichen Hardware- (u.a. hochauflösende Kameras, Raummikrofone, Infrarotsensoren) und Softwareausstattung (u. a. FaceReaderTM und EyeTracker) sowohl die Unterstützung innovativer Lehrszenarien als auch die Bearbeitung aktueller Forschungsfragen.

Neben den Aktivitäten rund um das Labor ist das Forschungsthema User Experience im Jahr 2015 vor allem durch die Mitarbeit von Prof. Dr. Finck in der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung der DIN SPEC 91328 mit dem Thema „Ressourcenschonende Anwendung von Methoden und Werkzeugen zur menschenzentrierten Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver IT-Systeme“ vorangetrieben worden.  Diese wurde Anfang 2016 publiziert.

Seit 2016 (bis 2018) übernimmt die NORDAKADEMIE die Begleitforschung im Bereich Usability des DGF-Projekts "Durchführung des DGF-Projekts "Kooperative Weiterentwicklung der quelloffenen Digitalisierungssoftware Goobi.Production" in Kooperation mit der Staatsbibliothek Hamburg, der Staatsbibliothek Dresden und der Bibliothek der HU Berlin. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von ca. 1,5 Mio €. Weitere, detailliertere Informationen zum Projekt finden Sie u. a. im Campus Forum (Nr. 59, Juni 2016, S. 6-7).

Ergänzt wurden die inhaltlichen Arbeiten an dem Thema durch die Vertiefung der Kooperation und fachlichen Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Software-Ergonomie und Mensch-Maschine-Interaktion von Prof. Dr. Monique Janneck an der Fachhochschule Lübeck. Außerdem werden regelmäßig studentische Exkursionen zum World-Usability-Day organisiert.

 

Aktuelle Publikationen:

Finck, M.; Hermann, E.; Kraus, J.; Wendt, K. (2017): Anforderungen an moderne Digitalisierungswerkzeuge – eine umfangreiche Nutzungsevaluation, in: 106. Deutscher Bibliothekartag in Frankfurt / Posterpräsentationen.

Finck, M.; Hermann, E.; Kraus, J. (2017): Über die Gestaltung von Digitalisierungswerkzeugen - ein Plädoyer für Usability-Tests im Feld, in: NORDBLICK, 4/2017, S. 4-13.

Finck, M. et al. (2016): DIN SPEC 91328:2016-02 - Ressourcenschonende Anwendung von Methoden und Werkzeugen zur menschenzentrierten Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver IT-Systeme, Beuth, 2016.

Finck, M. (2015): App-orientierte Intranet-Lösungen. In: WISU – Das Wirtschaftsinformatikstudium, 7/15. Lange Verlag Düsseldorf, S. 801 – 804.

Finck, M. (2014): Anforderungen an die Gestaltung moderner Intranetlösungen im Krankenhaussektor. In: Plate (Hrsg.): Forschung für die Wirtschaft 2014, Culliver Verlag, Göttingen 2015, S. 129 – 142.

Finck, M. (2014): Intranetfunktionen als Apps – Auswirkungen der App-Metapher für Konzeption, Umsetzung und Betreuung von Intranets, in: TEKOM Jahrestagung 2014 – Fokustag Intranetmacher. Online abrufbar.

Kontakt

Prof. Dr. Matthias Finck
Professors/Lecturers
Telephone: 04121 4090-445
Email

Elena Hermann
Research assistant
Telephone: 04121 4090-541
Email

Nicht nur in den Studiengängen sondern auch in der Didaktikforschung beschäftigt sich die NORDAKADEMIE mit E-Learning. 

Die Adobe Connect DACH Nutzergruppe bietet Interessierten jeweils dienstags im zweiwöchentlichen Rhythmus für eine halbe Stunde Einblicke in verschiedene Nutzungsszenarien.

Ab Herbst 2016 wird die NORDAKADEMIE Graduate School um ein Promotionsprogramm mit dem Schwerpunkt im Bereich der Wirtschaftswissenschaften erweitert.