55. Forum Politik und Wirtschaft online

Online-Vortrag und Diskussion: Wohin mit dem Atommüll? Rückblick und Ausblick Referent: Marcos Buser, Geschäftsleiter des Instituts für nachhaltige Abfallwirtschaft (INA GmbH) in Zürich

26. Oktober 2021

17:00 Uhr

Online

Das Forum Politik und Wirtschaft in der NORDAKADEMIE  ist eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, geplant und moderiert durch den Seminardozenten Senator a. D. Reinhard Ueberhorst. Die Veranstaltung ist offen für alle Hochschulangehörigen, für Alumni und interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region. Sie gehört zu dem Seminar „Politik und Wirtschaft – Basiswissen und -kompetenzen für Querdenker“ im Studium generale-Programm der Nordakademie.

Für die 55. Veranstaltung konnte der Gastgeber Marcos Buser, Geschäftsleiter des Instituts für nachhaltige Abfallwirtschaft (INA GmbH) in Zürich, als Referenten gewinnen.

Die Veranstaltung ist selbstverständlich kostenfrei und findet online statt. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich (siehe Button "Anmelden"). Die Einwahldaten erhalten Sie mit einer Bestätigungsmail nach Ihrer Anmeldung.

Der Vortrag

  • Atommüll seit über 70 Jahren – die Herausforderung
  • Warum sind bisherige Entsorgungs-Projekte gescheitert?
  • Wo steht man heute, wie geht es weiter?

 

Seit über 70 Jahren versuchen sich die Verursacher radioaktiver Abfälle in der «Entsorgung» der radiotoxischen Abfälle aus den militärischen und zivilen Atomprogrammen der Welt. Trotz aller Bestrebungen und Bemühungen in den fünf letzten Jahrzehnten ist es bis heute nicht gelungen, eine zufriedenstellende Langzeitstrategie für die langzeitsichere Verwahrung dieser Abfälle im geologischen Tiefuntergrund zu entwickeln.

Auch die heute verfolgten Entsorgungsprogramme verschiedener europäischer Länder können nicht verbergen, dass grundlegende Schwachstellen bei der Planung und Umsetzung dieser Programme und weiterhin große Unsicherheiten bezüglich der Langzeitsicherheit der gewählten Ansätze fortbestehen. Der Referent  geht dieser jahrzehntelangen Geschichte der Suche nach der Methode des «trial and error» (Versuch und Irrtum) nach und zeigt die großen Probleme auf, die bei der Bewältigung dieses Langzeitprojektes weiterhin bestehen.

 

Der Referent

Marcos Buser, Geologe und Sozialwissenschaftler, ist Geschäftsleiter des Instituts für nachhaltige Abfallwirtschaft (INA GmbH) in Zürich. Er ist seit über 40 Jahren auf dem Gebiet der Kernenergie und der chemotoxischen Sonderabfallentsorgung tätig.

Er betreute große Abfallprojekte in der Schweiz sowie im benachbarten Ausland und arbeitete eng mit Universitäten, Forschungsinstituten, internationalen Institutionen, Behörden und privaten Ingenieurbüros zusammen. Marcos Buser war Vorsitzender/Mitglied von Expertenkommissionen, wie z.B. der EKRA-Expertenkommission für das Schweizerische Endlagerkonzept (1999-2002), der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit (2008 – 2012) oder mehrerer Expertenkommissionen im Bereich der industriellen Deponiesanierung. Seine soziologischen Studien und Arbeiten konzentrierten sich auf die Gestaltung der Umweltgesetzgebung und auf Fragen der Regulierung und Durchsetzung.

Publikationen zum Vortrag (Auszug)

2019. Wohin mit dem Atommüll? Rotpunkt Verlag Zürich

2016. Endlagerung radio- und chemotoxischer Abfälle im Tiefuntergrund, wissenschaftlich-technische, planerisch-organisatorische und strukturelle Schwachstellen – eine Beurteilung vier ausgewählter Fallbeispiele, im Auftrag von Greenpeace Deutschland, https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/gp_studie_endlager_20_06_16_2.pdf

Marcos Buser, Geschäftsleiter des Instituts für nachhaltige Abfallwirtschaft (INA GmbH) in Zürich

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