19.06.2022

Persönlicher Bericht: European Defense Challenge

Die European Defense Challenge rief im Herbst 2021 Studierende an europäischen Hochschulen zur Teilnahme an einem Wettbewerb auf, um die Frage ‘Remote everything? To what extent can unmanned assets interact with humans in the field for defense operations?’ zu beantworten. Die Anmeldung war offen für alle Studierenden an europäischen Hochschulen.

136 Studierende haben die Herausforderung angenommen und bis Ende Januar 2022 einen One-Pager-Themenvorschlag im Umfang von 500-600 Wörtern eingereicht. Anschließend wurden 25 Teams (bestehend aus 1-2 Studierenden) dazu aufgefordert den Themenvorschlag in einem zehnseitigen Dokument auszuführen und bis Anfang April bei der Jury einzureichen.

Der Wettbewerb wurde von der Organisation „Alliance for Strategic Skills addressing Emerging Technologies in Defense“ („ASSETs+“) ausgerufen und in Kooperation mit Unternehmen wie „Airbus“, „Leonardo“ und „Navantia“ sowie verschiedenen Universitäten wie der „Universidad de Cádiz“, „Universidad Politéchnica de Madrid“ und der „Université de Bordeaux“ durchgeführt. Darüber hinaus wurde der Wettbewerb durch das Erasmus+ Programm gefördert. Während des Wettbewerbs wurden durch die Veranstalter verschiedene Seminar zu Themen wie „Query Design“, „Critical Thinking“ und zu unterschiedlichen Defense-Themen gehalten.

Während meines Auslandssemesters an der „Universidad de Cádiz“ (UCA) in Südspanien wurde ich von einem Mitstudierenden, Daniel, im November 2021 auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht und er hat mich gefragt, ob ich Interesse hätte mit ihm daran teilzunehmen. Ich habe natürlich ja gesagt, weil mich das Thema sehr angesprochen hat und ich immer offen für eine Challenge bin. Der Wettbewerb sollte außerdem europäische Zusammenarbeit fördern, welche wir durch unsere Partnerschaft mit der UCA und der Nordakademie im Team ausgelebt haben.

Wir haben uns Ende 2021 als Team angemeldet und uns Gedanken zu möglichen Themen gemacht. Nach ein paar Expertengesprächen mit unseren jeweiligen Kontakten im Bekanntenkreis haben wir uns für den Titel “Can I trust you? An AI for secure, authenticated communication” entschieden. Dabei haben wir eine Idee ausgearbeitet, bei der es darum ging, eine neue Authentifizierungsmethode für ferngesteuerte Objekte zu entwickeln. Eine AI sollte dabei das Verhalten der aktuell sendenden / kontrollierenden / kommunizierenden Person gegen das Verhalten gespeicherter, autorisierter Personen überprüfen. Das Thema haben wir innerhalb des One-Pagers Ende Januar 2022 eingeführt und wurden als eines von 25 Teams ausgewählt unsere Idee innerhalb eines längeren Arbeitspapiers auszuführen. Den Prozess sowie einige Voraussetzungen haben wir dann theoretisch erarbeitet und bis Anfang April 2022 innerhalb als 10-seitigen Dokument eingereicht.

Kurz vor der Siegerehrung am 27. Mai wurden Daniel und ich per Mail aufgefordert eine kurze Präsentation unseres Themas vorzubereiten, um dies im Rahmen der Siegerehrung vorzustellen. Wir hatten nämlich den „Young Students Award“ gewonnen. Dieser soll den / die Studierenden bis 20 Jahre mit der besten Einsendung ehren. Zusätzlich haben die drei Teams der Finalisten ihre Einsendung bei der Siegerehrung vorgestellt. Der Großteil der Finalisten bestand aus Studierenden im Masterstudium mit mehr Erfahrung.

Carlos Thurn

Opening Slide - Moderator der Challenge Mateo Burgos, Daniel und ich

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