10.09.2026 Pressemitteilungen

NORDMETALL und NORDAKADEMIE-Stiftung: Jugendstudie 2026 - Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Jugendliche sind motiviert, praxisorientiert – und offen für das duale Studium

Die neue Jugendstudie von NORDMETALL und der NORDAKADEMIE‑Stiftung zeigt: Schleswig-Holsteins Jugendliche gehen engagiert und zukunftsorientiert in die Phase nach dem Abitur. Praktika gewinnen weiter an Bedeutung, das duale Studium erlebt einen deutlichen Attraktivitätsschub – und gleichzeitig offenbart die Studie zentrale Herausforderungen für Schulen und Unternehmen. 

 

 

Praktika als wichtigster Karrierebooster

91 Prozent der Jugendlichen sehen das Schulpraktikum als entscheidenden Türöffner für die Berufswahl. Auch Unternehmen gewichten praktische Erfahrungen zunehmend stärker – neben Fachnoten und IT‑Kenntnissen.

 

Berufsorientierung bleibt ausbaufähig

Schulen erhalten von Jugendlichen und Betrieben nur mittelmäßige Bewertungen für ihre Berufs- und Studienorientierung. Gefragt sind mehr Praxis, klare Perspektiven und Informationen zu Finanzthemen sowie der direkte Austausch mit Azubis und Studierenden.

 

Kluft zwischen Interessen und Bedarf

Während Jugendliche vor allem Projektmanagement, Forschung/Entwicklung und Marketing attraktiv finden, suchen Betriebe dringend Nachwuchs in gewerblich‑technischen Berufen. Nur zwölf Prozent der Jugendlichen interessieren sich besonders für MINT‑Fächer – mit deutlichen Geschlechterunterschieden.

 

Industriegehälter werden unterschätzt

Die Studie zeigt eine massive Fehleinschätzung: Jugendliche erwarten deutlich niedrigere Einstiegsgehälter als die M+E‑Industrie tatsächlich zahlt – sowohl nach Ausbildung als auch nach Bachelorabschluss.

 

Motivation hoch, Sorgen groß

Die Generation bringt starke Leistungsbereitschaft und Motivation mit, unterschätzt aber die Bedeutung dieser Kompetenzen für Unternehmen. Gleichzeitig prägen Sorgen vor Krieg, geopolitischer Unsicherheit und fehlendem Wohnraum ihr Zukunftsbild.

 

Digitale Freizeit, wenig analoge Praxis

Die Bildschirmzeit steigt, handwerkliche Erfahrungen sinken. Nur wenige Jugendliche nutzen regelmäßig Werkzeuge oder lesen in ihrer Freizeit.

 

Trend zum dualen Studium

Das klassische Studium bleibt beliebt, verliert aber an Boden. Das duale Studium hingegen boomt: 81 Prozent der Jugendlichen finden es attraktiv – ein starkes Signal für die regionale Wirtschaft.

 

Prof. Dr. Stefan Wiedmann, NORDAKADEMIE: „Dass über 80 Prozent der Jugendlichen ein duales Studium attraktiv finden, ist ein starkes Signal – und zeigt, dass diese Studienform vielen jungen Menschen genau die Antworten gibt, die sie in einer zunehmend unbeständigen Welt suchen. Das duale Studium verbindet akademische Exzellenz mit einer verlässlichen beruflichen Perspektive und schafft damit Orientierung in einer Phase, in der Zukunftssorgen und Unsicherheiten für viele Jugendliche prägend sind. Junge Menschen wünschen sich heute einen klaren Weg und echte Praxisnähe. Genau das bietet das duale Studium. Um die Lücke zwischen den Projektmanagement Wünschen der Jugendlichen und dem technischen Personalbedarf der regionalen Wirtschaft zu schließen, entwickeln wir unsere dualen Studiengänge im engen Austausch mit unseren Partnerunternehmen kontinuierlich weiter.“

 

 

Weitere Details der Studie finden Sie hier.

 

🔗 PDF Jugendstudie 2026

 

 

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