Jugendforscht 2026: „Maximale Perspektive“ für junge MINT-Talente
NORDAKADEMIE, Stadtwerke Elmshorn und VR Bank in Holstein laden am 20. Februar 2026 zum Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ ins Audimax ein.
Elmshorn, 10. Februar 2026 – Es brodelt, zischt und summt wieder auf dem Campus: Am Freitag, dem 20. Februar, verwandelt sich das Audimax der NORDAKADEMIE in ein riesiges Labor der Zukunftsideen. Beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und der Nachwuchssparte „Jugend forscht junior“ treten 81 junge Talente an, um Antworten auf Fragen zu finden, die sich viele Erwachsene gar nicht erst stellen. Als Gastgeber laden die NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft, die Stadtwerke Elmshorn und die VR Bank in Holstein gemeinsam ein. Die Öffentlichkeit ist ab 14 Uhr herzlich willkommen, den Nachwuchsforschenden über die Schulter zu schauen.
Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ beweisen die Teilnehmenden Weitblick. Statt sich mit einfachen Erklärungen zufriedenzugeben, bohren sie nach: 40 Projekte aus Chemie, Biologie, Technik, Geo- und Raumwissenschaften sowie weiteren MINT-Fächern gehen in diesem Jahr ins Rennen. Der Schwerpunkt liegt deutlich auf der Sparte „Jugendforscht“, in der 32 Arbeiten antreten. Der Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht junior“ ist mit acht Projekten vertreten. Das Fachgebiet „Chemie“ führt mit elfeingereichten Projekten als stärkste Disziplin, gefolgt von „Biologie“ (zehn Projekte) und „Technik“ (acht Projekte). Die Anmeldezahlen in Elmshorn bleiben stabil auf hohem Niveau – ein klares Signal, dass der Forschergeist in der Region ungebrochen ist.
Projekte: Von Schleimpilzen undmoralischen Zwickmühlen
Wer glaubt, Forschung finde nurim Elfenbeinturm statt, wird in Elmshorn eines Besseren belehrt. Die Projektesind nah am Leben, oft überraschend und stets kreativ.
Eine Auswahl:
- Comeback einer Expertin für Einzeller: Nach dem sie bereits 2025 erste Ergebnisse präsentierte, geht Theresa Lopacinski (12)von der Elsa‑Brändström‑Schule in Elmshorn nun ins Detail. Sie tritt als Einzelstarterin gleich mit zwei Projekten in der Sparte „Jugend forscht junior“ an. In „Untersuchungen zu Taxien von Schleimpilzen“ testet sie, ob sich die Einzeller bei bestimmten Musikrichtungen besser ausbreiten. In ihrem zweiten Projekt überträgt sie biologische Prinzipien auf die Mathematik: Sie nutzt die Fähigkeit der Schleimpilze, Nahrung auf dem kürzesten Weg zu finden, um Lösungen für sogenannte „Steinerbaum-Probleme“ zu entwickeln.
- Brisante Sozialstudie: In Uetersen wird es provokant. Tobias Marotzki (14) und Mira Abou Lebde (15) vom Ludwig‑Meyn‑Gymnasiumwagen sich auf das Parkett der Verhaltensbiologie. Ihre Forschungsfrage „Sind Jungs wirklich egoistischer als Mädchen?“ untersuchen sie empirisch – ein Thema, das bei den Besuchern sicher für Diskussionsstoff sorgen wird.
- Wissenschaft vor der Haustür: Jule Weise, Lya Nelhübel und Emma Wollert (alle 16) von der Jürgen‑Fuhlendorf‑Schule aus Bad Bramstedt haben Wasserproben aus lokalen Flüssen entnommen, um diese auf ihre „Mikrobelastung“ hin zu analysieren.
- Snacks für Zwei- und Vierbeiner: Kreative Lösungen für den Alltag kommen von der Westküste. Alia Buchholz (15) und Lea Rodewald (14) von der Schule am Meer in Büsum verbinden Tierliebe mit Ernährungswissenschaft und testen einen „Snack für Hund und Mensch“.
- Revolutionäres Baumaterial: Jonah Köppe und Cem Schön (beide 18) von der Max‑Planck‑Schule Kiel entwickeln einen neuartigen „Knochenstahl“. Ihr Ziel ist ein umweltfreundlicher Baustoff, der durch die Verwendung von Kollagen und Hydroxylapatit dem Aufbau echter Knochen nachempfunden ist und fünfmal stärker belastbar sein soll als herkömmlicher Stahl.
- Sauberes Trinkwasser: Jaron Brandt geht zwar in Quickborn zur Schule, hat aber am Schülerforschungszentrum Hamburg eine Lösung für die wachsende Belastung unseres Trinkwassers entwickelt. In der Sparte Chemie präsentiert er einen modularen Schnelltest, der durch eine einfache Farbveränderung Arzneimittelrückstände im Wasser sichtbar macht.
Prominente Gäste weisen den Weg zum Bundesfinale
Wer die Ausstellung am Freitagnachmittag ab 14 Uhr besucht, trifft nicht nur auf die klügsten Köpfe der nächsten Generation, sondern auch auf prominente Unterstützer.
- Elmshorns neuer Oberbürgermeister Erik Sachse will es sich nicht nehmen lassen, die Projekte persönlich zu begutachten.
- Auch Kai Hufenbach, zweifacher Hamburger Landessieger von 2008/2009 und Alumnus der NORDAKADEMIE, kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, um die neue Generation mit einem Motivationspitch anzuspornen.
- Ulrike Hensel vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein richtet sich mit einem Grußwort an die Talente.
Der Regionalwettbewerb ist für die Besten jedoch erst der Anfang: Die Gewinnerinnen und Gewinner qualifizieren sich für den Landeswettbewerb Ende März in Kiel. Das große Ziel bleibt das Bundesfinale, das vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach stattfindet.
