29.01.2020

[NORDAKADEMIE Interview] mit Sven Boevelka, General Management (M.A.)

Sven Boevelka ist Ingenieur und Geschäftsführer des Elektroinstallationsbetriebes Herbert Herford GmbH in Hamburg. Im Juni 2019 hat er seinen Master im Studiengang General Management an der NORDAKADEMIE erfolgreich abgeschlossen.

Berufsbegleitend studieren: General Management (M.A.)


Im Juni 2019 hat er seinen Master im Studiengang General Management an der NORDAKADEMIE erfolgreich abgeschlossen.

Herr Boevelka, wie sind Sie auf die NORDAKADEMIE aufmerksam geworden?

Ich habe am Silvestermorgen 2015 das Club-Magazin Business Club Hamburg gelesen, da ist ein Flyer der NORDAKADEMIE rausgefallen und mir quasi in die Hände. Ich dachte interessant!  Also informierte mich auf der Homepage und bei einem Infoabend im Dockland. Ich war gleich angetan vom Konzept des berufsbegleitenden Studierens und der Praxisrelevanz.

Wie sah Ihr Werdegang aus, bevor Sie das Studium an der NORDAKADEMIE aufgenommen haben?

Ausbildung Elektroinstallateur, Nachholung Abitur, Bundeswehr, Studium Elektrotechnik mit Abschluss 1997, Projektingenieur Gebäudetechnik, Finanzierung des Studiums als selbstständiger Elektriker „nebenbei“. Das nebenbei wurde irgendwann so viel, dass 1998 die Vollselbständigkeit anstand, allerdings zielorientiert nur zwei Jahre, dann sollte etwas passieren…. Ich kaufte nach 23 Monaten die Herbert Herford GmbH als Elektroinstallationsbetrieb mit damals drei und heute mehr als 30 Beschäftigten.

Warum haben Sie sich für den Studiengang General Management entschieden?

Mir war es wichtig, dass das Studium breitgefächert und bunt ist wie mein Job. Daher wollte ich nicht gleich eine Spezialisierung, sondern alle Themen lernen, die für mich als Unternehmer wichtig sind. Ich hatte immer das Gefühl, dass in meinem Werdegang noch etwas fehlen würde. Oder bildlich ausgedrückt: Ich habe ein Haus gebaut, angebaut, in die Höhe gebaut und immer wieder Entscheidungen laut Bauchgefühl gefällt. Allerdings war das Fundament nicht so stabil, dass ich das Gefühl hatte, als Unternehmer alles getan zu haben, damit das Haus auch weiterhin besteht. Daher die Entscheidung das Fundament mit Beton (also mit dem MGM-Studium) zu unterfüttern und dem Haus Stabilität und Langlebigkeit zu geben. Heute weiß ich, warum ich damals die richtigen Entscheidungen laut „Bauchgefühl“ gefällt habe, weil ich diese nach dem Studium auf wissenschaftlicher Grundlage beurteilen kann.

Was hat Ihnen am Studium besonders gefallen?

Am besten haben mir die Menschen/Leute gefallen und die Zusammenarbeit mit den Professoren und den Mitstudenten. Der Praxisbezug und die anschaulichen Beispiele, sowie das Erlernte sofort im Betrieb auch anzuwenden und umzusetzen sehe ich als besondere Pluspunkte.

Als Geschäftsführer eines Unternehmens sind Sie zeitlich sehr eingebunden. Wie haben Sie das Studium in Ihren Arbeitsalltag integriert?

Das war die größte Herausforderung! Neben dem Job noch Zeit zu planen für die Vor-und Nachbereitungen der Vorlesungen. Ich habe mir die Zeit fixiert und nur selten eine Ausrede zugelassen, diese nicht einzuhalten. Die Samstage und Sonntage waren somit auf lange Sicht verplant. In den Phasen der Klausuren habe ich jeden Abend gelernt, allerdings manchmal länger, manchmal auch kürzer.

Hatten Sie neben Beruf und Studium noch Zeit für Hobbies und Familie?

Wenn Sie meine Frau fragen würden, dann würde Sie es etwa so beantworten: „Ich bin froh, dass Du nun wieder mehr Zeit hast."

Freunde und Familie haben dafür Verständnis gehabt und mich immer unterstützt

Zwischen Ihrem Erststudium und dem Masterstudium liegt eine Zeit von mehr als 19 Jahren. Wie haben Sie den Einstieg in das akademische Lernen nach dieser langen Zeit empfunden?

Da ich mir auf die Fahne geschrieben habe, dass lebenslanges Lernen für mich eine Haltung und Einstellung darstellt, war das Erlernen von neuen Dingen normal. Allerdings das akademische und wissenschaftliche Schreiben/Arbeiten war wie Neuland für mich, da es im ersten Studium gefühlt nicht vorgekommen ist.

Welche Studieninhalte waren für Sie besonders wichtig und wie konnten Sie diese zeitnah in Ihrer beruflichen Tätigkeit anwenden?

Die Fallbeispiele der Dozenten waren für mich immer sehr wertvoll, da es darum ging, die Theorie in die Praxis zu übertragen. Für mich war der Transfer in meine berufliche Praxis – wie ja schon gesagt - der Gewinn des Studiums. Als Ingenieur habe ich sehr viel Technik und strukturiertes Denken gelernt, in meinem beruflichen Umfeld sind aber ganz andere Faktoren wichtig, wie Marketing, Strategie und auch Verkaufen. Daher waren diese Inhalte des Studiums für mich wichtig und sehr interessant wegen der Möglichkeit des Praxistransfers.

Würden Sie den Studiengang General Management weiterempfehlen? Für wen ist der Studiengang Ihrer Meinung nach besonders geeignet?

Ja, auf jeden Fall. Das breit gefächerte Studium ist auch für die Studenten interessant, die noch nicht genau ihren Karriereweg geplant haben, oder sich festlegen möchten. Es ist eine gute Möglichkeit andere Seiten und Interessen an sich selber kennenzulernen und dann eventuell etwas klarer zu sehen, welche berufliche Position zu einem passt.

Welchen Stellenwert hat für Sie die Weiterbildung generell?

Lebenslanges Lernen ist für mich eine Einstellung und ein Grundbedürfnis.

Welchen Tipp haben Sie für Studierende, die sich für ein Masterstudium an der NORDAKADEMIE entscheiden?

Ein Studium neben der Arbeit ist sicherlich nicht einfach, aber machbar. Mit etwas Disziplin, Selbstmanagement und der richtigen Einstellung vergeht die Zeit sehr schnell. Ich habe durch das Studium ganz andere Seiten und Interessen an mir  kennengelernt, das ist ein großes Geschenk. Ich habe heute die Möglichkeit, anders und in einigen Bereichen sicherer aufzutreten.


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