Vertiefungsrichtungen

Das Studium der Betriebswirtschaftslehre gehört zu den Eckpfeilern des Studienangebots an der NORDAKADEMIE. Die Vertiefungsrichtungen dieses Studiengangs erlauben es Studierenden, eine gezielte Schwerpunktbildung vorzunehmen.

Warum für eine Vertiefungsrichtung in BWL entscheiden?


Vor dem Hintergrund, dass Unternehmen als sozio-technische Systeme insbesondere aufgrund der Globalisierung, aber auch durch ein höheres Maß an Digitalisierung und Automatisierung auch zukünftig an Komplexität gewinnen werden, ist eine Spezialisierung auf Teilbereiche der Betriebswirtschaftslehre sinnvoll. Auf diesem Weg erlangen Studierende eine fachliche Expertise, durch die sie im Unternehmen gezielt eingesetzt werden können.

Daher bietet die NORDAKADEMIE diverse Vertiefungsrichtungen an, deren Absolvierung den Studierenden unter gewissen Voraussetzungen auf dem Abschlusszeugnis bescheinigt wird. So können Studierende ihr Wissen gezielt in einzelnen Bereichen vertiefen und zukünftigen Arbeitgebern auf den ersten Blick die persönlichen Interessen und Fähigkeiten zuverlässig vermitteln. Die grundsätzlichen Voraussetzungen für die Bescheinigung einer Vertiefungsrichtung beinhalten die Belegung von mindestens drei der vier obligatorischen Wahlpflichtfächer des jeweiligen Bereichs sowie die Themenwahl der Bachelor-Arbeit aus der jeweiligen Vertiefungsrichtung.

Die Vertiefungsrichtung „Finanz- und Rechnungswesen“ fokussiert sich auf die finanzielle Entwicklung von Unternehmen. Die Studierenden erlangen die Kompetenz, durch weitsichtige Entscheidungen die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität des Unternehmens langfristig zu sichern. Durch die Expertise im Bereich des Finanzwissens können Studierende sowohl innerhalb der Unternehmen tätig sein und die Unternehmensentwicklung durch die Förderung finanzieller Stabilität voranbringen, als auch im Bereich der externen Beratung agieren und die erlangten Kenntnisse unter anderem in der Steuer- und Unternehmensberatung oder in der Wirtschaftsprüfung einsetzen.

Studierende, die eine Vertiefung in Finanz- und Rechnungswesen anstreben, können im fünften und sechsten Semester zwischen folgenden Wahlpflichtmodulen wählen:

  • Ausgewählte Aspekte des Controllings,
  • Unternehmensbewertung,
  • Business Planning & Management Reporting,
  • Unternehmensbesteuerung,
  • Introduction to International Accounting and Reporting,
  • Nachhaltigkeitscontrolling
  • Risikomanagement.

Der Bereich des Controllings ist in Unternehmen dafür verantwortlich, wichtige Informationen zu sammeln und dem Management bereitzustellen, damit dieses fundierte Entscheidungen treffen kann. Dafür beinhaltet das Controlling sowohl die Verwaltung von Budgets, als auch die Marktanalyse. Im Wahlpflichtmodul "Unternehmensbewertung“ erlangen die Studierenden Kenntnisse über die Bestimmung des Wertes von gesamten Unternehmen oder Unternehmensteilen sowie über den Prozess von Unternehmensübernahmen.

Im Wahlpflichtmodul "Business Planning & Management Reporting" vertiefen Studierende ihr Wissen über die fundierte Entscheidungsfindung in Unternehmen und erfahren mehr über die innerbetriebliche Informationsvermittlung. Das Modul "Unternehmensbesteuerung" widmet sich hingegen Fragen des Steuerrechts, die für Unternehmen relevant sind. Ein Fokus in diesem Modul wird darauf gelegt, wie Steuern Investitionsentscheidungen beeinflussen. Im englischsprachigen Modul "Introduction to International Accounting and Reporting" erlangen die Studierenden wichtige Kenntnisse über die internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), die für die Finanzberichterstattung von international agierenden Unternehmen unabdingbar sind.

Das Modul "Nachhaltigkeitscontrolling" widmet sich unternehmensstrategischen Fragen der Nachhaltigkeit, die sich sowohl auf soziale, ökologische als auch ökonomische Faktoren beziehen können. Zudem besteht die Möglichkeit, im Wahlpflichtmodul „Risikomanagement“ umfassendes theoretisches und praktisches Wissen über Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung, Steuerung und Kontrolle von Risiken zu erlangen.

Die inhaltliche Ausrichtung der Vertiefungsrichtung „Finanz- und Rechnungswesen“ ist besonders für Studierende interessant, die sich für analytische und mathematische Themen begeistern können. Da viele Tätigkeiten im Finanz- und Rechnungswesen die Kenntnis der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen erfordern, ist zudem die Bereitschaft, bestehendes Wissen kontinuierlich zu aktualisieren, eine Voraussetzung für einen späteren Berufserfolg.

Durch eine Vertiefung im Bereich „Human Resource Management“ erlangen Studierende wichtige Kenntnisse aus dem Bereich der Personalführung und -verwaltung. Aktuelle Themen wie Fachkräftemangel, Diversität und Digitalisierung weisen auf eine große Bandbreite späterer Einsatzbereiche, von mittelständischen Unternehmen bis hin zu globalen Konzernen. Ein modernes und professionelles Personalmanagement ist für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens unverzichtbar, da Faktoren wie Fluktuation, Nachwuchsmangel oder auch Betriebsklima unternehmerisches Wachstum bremsen und hohe Kosten verursachen können. Eine Vertiefung im Bereich Human Resource Management qualifiziert die Absolventen unter anderem für Tätigkeiten in der Unternehmensberatung, in der Personaldienstleistung, aber auch für unternehmensinterne Positionen mit Personalverantwortung.

Für die Vertiefung Human Resources Management können die Studierenden zwischen den folgenden Wahlpflichtmodulen wählen:

  • Arbeitsrecht,
  • Eignungsdiagnostik,
  • Change Management,
  • Interkulturelles Management,
  • Führungspersönlichkeiten der Wirtschaft im Spiegel der Managementsoziologie.

Das Wahlpflichtmodul „Arbeitsrecht“ widmet sich verschiedenen juristischen Themen, die für die Personalführung von Bedeutung sind. Dazu gehört Individualarbeitsrecht, also die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, aber auch Fragen des Kollektivarbeitsrechts, das Betriebsräte, Gewerkschaften und andere Vereinigungen von mehreren Arbeitnehmern behandelt.

Im Modul „Eignungsdiagnostik“ erhalten die Studierenden eine fundierte Übersicht über verschiedene zeitgemäße Verfahren, die für die Auswahl von Bewerbern in Unternehmen angewandt werden. Die Kenntnisse der Eignungsdiagnostik unterstützen sowohl Unternehmen bei der Stellenbesetzung, als auch Arbeitnehmer bei der Berufswahl und Karriereplanung.

Unter dem Begriff „Change Management“ verstehen die Wirtschaftswissenschaften die Organisation unternehmerischer Veränderungsprozesse. Studierende, die sich für dieses Wahlpflichtmodul entscheiden, erlangen darin Kenntnisse über die Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von umfangreichen Modernisierungen oder Neuausrichtungen, die für das wirtschaftliche Überleben von Unternehmen unverzichtbar sein können.

Das Wahlpflichtmodul „Interkulturelles Management“ behandelt unterschiedliche Aspekte der Diversität und kultursensiblen Unternehmensführung. Diese Themen sind sowohl belangreich für lokale Unternehmen, die Mitarbeiter mit verschiedenen kulturellen oder religiösen Hintergründen beschäftigen, als auch für Konzerne, die international agieren und Besonderheiten in der Unternehmenskultur oder Personalführung in anderen Kulturkreisen beachten müssen.

Im Modul „Führungspersönlichkeiten der Wirtschaft im Spiegel der Managementsoziologie“ werden verschiedene Beispiele der Wirtschaftsgeschichte beleuchtet. Ziel dieses Moduls ist es, mit Hilfe von Case Studies verschiedene Führungsstile zu analysieren und zu beurteilen.

Als Arbeitsfeld, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht, eignet sich das Human Resource Management als Vertiefung für diejenigen Studierenden, die sich auch für sozialwissenschaftliche Themen interessieren.

Eine weitere Vertiefungsoption im Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre stellt das Profil „Logistik/Operations Management“ dar. Die Studierenden werden darin optimal auf die aktuellen und wachsenden Herausforderungen im umfassenden Bereich der Logistik vorbereitet. Dabei widmen sich die Wahlpflichtmodule den verschiedenen Abschnitten der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette. In den Wahlpflichtmodulen erhalten die Studierenden fundiertes Wissen über die aktuell wichtigsten Themen der Logistik: Globale Lieferketten, Digitalisierung und Prozessmanagement. Die Module umfassen die Themen:

  • Supply Chain Management,
  • Business Process Management,
  • Digitalisierung im Handel und in der Logistik,
  • Projektmanagement,
  • Applied Supply Chain Management – A Business Simulation in Logistics,
  • Innovations- und Technologiemanagement.

In den Wahlpflichtmodulen „Supply Chain Management“ und „Applied Supply Chain Management – A Business Simulation in Logistics“ werden die verschiedenen Herausforderungen moderner Lieferketten sowohl von theoretischer, als auch aus praktischer und funktionsübergreifender Sicht beleuchtet. So werden die Studierenden optimal auf die Aufgaben in Beschaffung, Produktion und Distribution vorbereitet.

Das Wahlpflichtmodul „Business Process Management“ umfasst die verschiedenen unternehmerischen Prozessstrukturen, organisatorische Herausforderungen und technische Anforderungen, denen Unternehmen gerecht werden müssen. Das Gegenstück dazu bildet das Modul „Projektmanagement“, das sich der Planung und Durchführung konkreter Planungen widmet.

Das Modul „Digitalisierung im Handel und in der Logistik“ widmet sich insbesondere der stetig wachsenden Bedeutung der Digitalisierung für warenhandelnde Unternehmen. Neben E-Commerce ist insbesondere auch der Transport ein wichtiger Aspekt der Digitalisierung im Handel.

Im Modul "Innovations- und Technologiemanagement" lernen die Studierenden die Bedeutung und Kernelemente eines erfolgreichen Technologie- und Innovationsmanagements für Unternehmen zu verstehen und die Wettbewerbsfähigkeit von unternehmerischen Innovationsstrategien zu beurteilen.

Die Vertiefung „Logistik/Operations Management“ bietet für Studierende mit einem großen Interesse an wirtschaftlichen und technischen Themen optimale Voraussetzungen. Der große Praxis-Bezug zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen unterstützt einen optimalen Einstieg ins Berufsleben in den Bereichen Handel und Logistik. Neben Aufgaben im Supply Chain Management und im E-Commerce sind Absolvent_innen mit dieser Vertiefung auch in der Unternehmensberatung, oder im Bereich des Lean Management gefragt.

Das Marketing gehört heutzutage zu den wichtigsten Abteilungen der meisten Unternehmen. Es stellt das verbindende Element zwischen Unternehmen und Kunden dar. Mittlerweile hat sich eine Fülle an verschiedenen Marketing-Ansätzen entwickelt, die je nach Absatzmarkt, Unternehmensmodell und Zielgruppe genutzt werden.

In der Vertiefung im betriebswirtschaftlichen Studium an der NORDAKADEMIE haben die Studierenden die Wahl zwischen den Modulen:

  • Marketing Research,
  • Systematische Marktentwicklung,
  • Marketing-Projekt,
  • Innovationsmarketing,
  • Marktpsychologie und Online-Marketing
  • E-Commerce.

Im Wahlpflichtmodul „Marketing Research“ erlernen die Studierenden die Grundlagen moderner Marktforschung, die die Informationsbasis für die Planung, Gestaltung und Bewertung sämtlicher Marketingmaßnahmen liefert. Das Modul „systematische Marktentwicklung“ vermittelt die Grundlagen einer wissenschaftlichen Analyse von Absatzmärkten, die wiederum die Grundlage für zukünftige Unternehmensentscheidungen bildet.

Im „Marketing-Projekt“ erleben die Studierenden eine praktische und realitätsnahe Marketing-Erfahrung, durch die sie den beruflichen Alltag im Marketing aus direkter Nähe erfahren. Das Wahlpflichtmodul „Innovationsmarketing“ widmet sich wiederum einem Teilbereich des Marketings, der eine wachsende Bedeutung genießt. Da Innovationen für den Erfolg von Unternehmen immer wichtiger werden, fokussiert sich das entsprechende Marketing auf die kundenorientierte Entwicklung und Vermarktung von Innovationen, um aktuelle und zukünftige Kundenbedürfnisse in attraktive Angebote zu überführen und das Interesse und Vertrauen der Kunden für diese Angebote zu gewinnen.

Ebenfalls besonders auf aktuelle Entwicklungen konzentrieren sich die Wahlpflichtmodule „Marktpsychologie und Online-Marketing“ sowie „E-Commerce“. Im Modul E-Commerce erhalten die Studierenden umfangreiches Wissen über die Besonderheiten des Online-Handels und der damit verbundenen Kommunikation. Das Modul Marktpsychologie und Online-Marketing vermittelt neben den Besonderheiten des Marketings in der digitalen Welt auch die Grundlagen der psychologischen Analyse von Verbrauchern und Absatzmärkten. Dabei werden Erklärungen für bisheriges Verhalten von Konsumenten für die Prognose von zukünftigem Verhalten, beispielsweise in Bezug auf Krisenzeiten oder allgemeine gesellschaftliche Trends, genutzt.

Durch die besonders breite Fächerung des Marketing-Bereiches ist diese Vertiefung für Studierende geeignet, deren Interessen und Fähigkeiten im Bereich der Kommunikation, der Digitalisierung oder des kreativen und strategischen Denkens liegen. Der erfolgreiche Abschluss der Vertiefung eröffnet Betriebswirtschaftler_innen Möglichkeiten im Bereich des Produkt-, Online-Marketing-, Kommunikations-, Vertriebs-, Medien-, Key-Account- und Veranstaltungsmanagement sowie in der Marktforschung oder der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Globalisierung der Wirtschaft nimmt stetig zu, zusätzlich beschleunigt durch die Digitalisierung. Umso wichtiger ist es daher für Betriebswirtschaftler, sich auf ein internationales Arbeitsumfeld vorzubereiten und sich auf die Herausforderungen des internationalen Managements einzustellen. Die Vertiefung bereitet die Studierenden darauf vor, in einem weltweit agierenden Unternehmen zu arbeiten und den Anforderungen eines globalen Marktes gerecht zu werden. Die Auswahl der überwiegend englischsprachigen Wahlpflichtmodule beinhaltet:

  • Interkulturelles Management,
  • Internationales Vertriebsmanagement,
  • International Project Management,
  • International Accounting and Reporting,
  • Applied Supply Chain Management – A Business Simulation in Logistics,
  • Organizational Behaviour.

Im Modul „Interkulturelles Management“ erlernen die Studierenden die notwendigen Kompetenzen, um in einem interkulturellen Team zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Als Teilbereich des internationalen Managements fokussiert sich das interkulturelle Management insbesondere auf die persönlichen Interaktionen von und mit Mitarbeitern, Kunden und Dienstleistern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Ein starkes interkulturelles Management trägt dazu bei, Fehler und Störungen im Betriebsablauf zu verringern und trägt erheblich zu einem positiven Betriebsklima bei. Im besten Fall können sich die verschiedenen Kulturen innerhalb eines Teams positiv ergänzen und so den Erfolg des Unternehmens fördern.

Das Wahlpflichtmodul „Internationales Vertriebsmanagement“ fokussiert Vertriebsaktivitäten von Unternehmen, die in internationalen Märkten aktiv sind. Die zunehmende Verschärfung des internationalen Wettbewerbs führt inzwischen dazu, dass dem Vertriebsbereich, insbesondere bei technisch anspruchsvollen, erklärungsbedürftigen Industriegütern, eine besondere Bedeutung zukommt. Unternehmen mit einer starken technologischen Position und internationalem Fokus benötigen daher Vertriebsstrukturen und qualifizierte Vertriebsmitarbeiter, die sowohl in Technik als auch im Vertriebsmanagement gleichermaßen qualifiziert sind. Dazu sind neben dem technischen Produktwissen insbesondere ein spezielles Fachwissen in Vertrieb & Marketing, spezifische Sprachkenntnisse sowie interkulturelle Kompetenzen unerlässlich, um in einem internationalen Umfeld professionell agieren zu können.

Das Wahlpflichtmodul „International Project Management“ beleuchtet stärker die strategische Seite der internationalen Zusammenarbeit, indem es den Studierenden Wissen über die verschiedenen Aspekte der globalen Projektgestaltung vermittelt. Dabei erhalten die Studierenden einen Einblick, worauf es für ein Unternehmen ankommt, wenn die verschiedenen Projektschritte in unterschiedlichen Ländern stattfinden.

Die finanziellen und informationellen Aspekte der internationalen Zusammenarbeit werden im Wahlpflichtmodul „International Accounting and Reporting“ behandelt. Während der Bereich des Accounting die finanziellen Aspekte eines international agierenden Unternehmens behandelt, widmet sich das Reporting dem Berichtswesen, also der allgemeinen Speicherung und Verarbeitung von Informationen über ein Unternehmen.

Das Modul „Organizational Behaviour“ behandelt insbesondere den Einfluss der Unternehmensorganisation auf die Mitarbeiter, aber auch das Verhalten der Menschen innerhalb von Organisationen untereinander. Auch der richtige Umgang mit den Mitarbeitern als „human capital“ eines Unternehmens bildet einen weiteren Aspekt des Wahlpflichtmoduls, das sich in besonderem Maß der menschlichen Natur und Psychologie widmet.

Im Wahlpflichtmodul „Applied Supply Chain Management – A Business Simulation in Logistics“ werden die verschiedenen Herausforderungen internationaler Lieferketten sowohl von theoretischer, als auch aus praktischer und funktionsübergreifender Sicht beleuchtet. So werden die Studierenden optimal auf die Aufgaben in Beschaffung, Produktion und Distribution in einem international verflochtenen Unternehmen vorbereitet.

Neben der Belegung von mindestens 3 Wahlpflichtmodulen und einer themenbezogenen Bachelor-Arbeit ist für die Bescheinigung der Vertiefung in „International Management“ auch ein Auslandssemester obligatorisch. Dieses kann an einer der über 30 Partneruniversitäten absolviert werden. Betriebswirtschaftler_innen mit einer Vertiefung in „International Management“ verfügen im Anschluss an das Studium über die besten Voraussetzungen, um in verschiedenen Management-Bereichen in international agierenden Unternehmen tätig zu werden, vom Global Supply Chain Management bis zum International Financial Management oder International Human Resource Management. Durch die große Themenvielfalt ist diese Vertiefung die richtige Wahl für alle Studierenden, die sich für fremde Sprachen und Kulturen interessieren, keine Scheu vor einem reiseintensiven Berufsalltag haben und über gute bis sehr gute Englischkenntnisse verfügen, die sie gerne erweitern.

Die Vertiefungsrichtung „Wirtschaftspsychologie“ vereint verschiedene Module, die die Welt der Wirtschaft aus der psychologischen Perspektive untersuchen. Die Psychologie ist für die Wirtschaft im Allgemeinen und Unternehmen im Besonderen aus unterschiedlichen Gründen von Bedeutung: Einerseits hilft die Psychologie, das Verhalten und die Bedürfnisse von Kunden zu verstehen und zu prognostizieren, andererseits unterstützt sie die Unternehmen dabei, interne Strukturen so zu gestalten, dass sich das Betriebsklima, die Kommunikation und die Mitarbeitermotivation bestmöglich entwickeln können. Auf diese Weise trägt die Berücksichtigung der menschlichen Psychologie erheblich zu einem Erfolg des Unternehmens bei. Für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die eine Vertiefung in Wirtschaftspsychologie anstreben, stehen folgende Wahlpflichtmodule zur Auswahl:

  • Eignungsdiagnostik,
  • Wirtschaftspsychologie der Arbeitgebermarkenführung,
  • Organizational Behaviour,
  • Marketing Research
  • Psychologie in Unternehmen.
  • Zudem ist die Belegung des Fachs „angewandte Statistik“ für diese Vertiefung obligatorisch.

Das Modul „Eignungsdiagnostik“ behandelt einerseits die Frage, wie sich im Laufe von Bewerbungsprozessen die Qualität und individuelle Eignung von Kandidaten ermitteln lässt, um eine Stelle mit dem optimalen Bewerber zu besetzen. Andererseits umfasst das Fachgebiet der Eignungsdiagnostik auch die Ermittlung der passenden Tätigkeitsfelder auf Basis der individuellen Charaktereigenschaften einer Person.

In der „Wirtschaftspsychologie der Arbeitgebermarkenführung“ wird die Frage behandelt, wie sich ein Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt als Arbeitgeber einen guten Ruf erarbeitet und somit nicht nur durch ein Angebot von Waren als Marke fungiert, sondern auch durch positives Arbeitgeberimage das Interesse potenzieller Bewerber weckt, z.B. durch eine klare Kommunikation der Unternehmenswerte. Denn der durch den Fachkräftemangel verstärkte Kampf um die größten Talente auf dem Arbeitsmarkt erfordert von den Unternehmen ein proaktives Handeln im Bereich der Mitarbeitergewinnung und –bindung. Die Wirtschaftspsychologie stellt für diese Herausforderung eine wichtige Unterstützung dar.

Das Wahlpflichtmodul „Organizational Behaviour“ befasst sich insbesondere mit der Verhaltenspsychologie und mit dem Agieren von Menschen in großen, organisierten Gruppen. Das Fachgebiet Organizational Behaviour basiert in großen Teilen auf der Theorie sozialer Systeme und widmet sich Untersuchungen darüber, wie Individuen in komplexen Gemeinschaften handeln und wie sich generell Strukturen in großen Organisationen entwickeln.

Im Modul „Marketing Research“ erhalten die Studierenden grundlegendes Wissen über das Feld der Marktforschung. Als wichtiges Instrument begleitet die Marktforschung die Produktentwicklung oft von der ersten Planung bis hin zur Marktreife und auch darüber hinaus. Durch verschiedene Mittel der Meinungsforschung wie beispielsweise Interviews oder Umfragen werden die Wünsche einer Zielgruppe erforscht und die Resonanz auf ein bestimmtes Produkt überprüft.

Das Wahlpflichtmodul „Psychologie in Unternehmen“ widmet sich allgemeinen Fragen der Wirtschaftspsychologie, die für den Unternehmensalltag von Belang sind. Dabei werden Themen behandelt, die die Mitarbeiterkommunikation, den Führungsstil oder auch die Gestaltung der Unternehmenskultur beinhalten. Die Studierenden erfahren, wie sich diese Faktoren gestalten lassen, um sich positiv auf den Erfolg eines Unternehmens auszuwirken.

Diese Vertiefung ist empfehlenswert für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich neben wirtschaftlichen Themen auch mit psychologischen und sozialwissenschaftlichen Fragen beschäftigen möchten. Analytisches Denken und ein Interesse an den Mechanismen menschlichen Verhaltens sind hilfreiche Fähigkeiten für die jeweiligen Wahlpflichtmodule. Absolvent_innen dieser Vertiefung haben nach ihrem Studium gute Chancen, im Bereich des Personal- oder Marketingmanagements, in der Markt- und Meinungsforschung oder in der Unternehmensberatung beruflich Fuß zu fassen.

Handelsunternehmen verfügen über eigene Anforderungen in den Bereichen E-Commerce, Logistik und Marketing. Die enorme Bandbreite an verschiedenen Betriebs- und Vertriebsformen im Handelssektor macht eine fundierte Kenntnis über die jeweils spezifischen Bedürfnisse wichtig für die Unternehmen. Die neuen Chancen und Herausforderungen, die im Zuge der Digitalisierung entstehen, erweitern dieses Spektrum zusätzlich. Die Vertiefung im Bereich Handelsmanagement bietet Studierenden der Betriebswirtschaftslehre die Möglichkeit, sich spezifisch auf die Herausforderungen des Handels vorzubereiten. Dafür stehen die Wahlpflichtmodule zur Verfügung:

  • Digitalisierung im Handel und in der Logistik,
  • E-Commerce,
  • Digital Business,
  • Usability Engineering,
  • Marktpsychologie ung Online-Marketing,
  • Omni-Channel-Retail,
  • Online-Marktforschung.

Das Modul „Digitalisierung im Handel und in der Logistik“ widmet sich insbesondere der stetig wachsenden Bedeutung der Digitalisierung für warenhandelnde Unternehmen. Neben E-Commerce ist insbesondere auch der Transport ein wichtiger Aspekt der Digitalisierung im Handel. Eine unmittelbare Schnittstellenfunktion zwischen Betriebswirtschaft und Informatik stellt auch das Modul "Digital Business" dar.

Mit den aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten durch die Digitalisierung beschäftigt sich das Wahlpflichtmodul „E-Commerce“. Die Studierenden erhalten darin umfassendes Wissen zu den verschiedenen Teilbereichen, die mit dem Onlinehandel verknüpft sind. Diese sind beispielsweise die Gestaltung von Online-Shops im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit, rechtliche Bestimmungen im Online-Handel oder die Besonderheiten des Marketings im E-Commerce. Durch dieses Wahlpflichtmodul werden Studierende auf die Entwicklungen des noch verhältnismäßig jungen Marktes mit noch immer großem Wachstumspotenzial vorbereitet.

Die Verknüpfung verschiedener Vertriebswege, insbesondere des stationären und des Onlinehandels wird im Wahlpflichtmodul "Omni-Channel-Retail" thematisiert. Eine gewichtige Rolle spielen dabei die Digitalisierung des Vertriebs, der Logistik und des Marketings.

Ebenfalls auf aktuelle Entwicklungen konzentriert sich das Wahlpflichtmodul „Marktpsychologie und Online-Marketing“, das neben den Besonderheiten des Marketings in der digitalen Welt auch die Grundlagen der psychologischen Analyse von Verbrauchern und Absatzmärkten vermittelt. Dabei werden Erklärungen für bisheriges Verhalten von Konsumenten für die Prognose von zukünftigem Verhalten, beispielsweise in Bezug auf Krisenzeiten oder allgemeine gesellschaftliche Trends, genutzt.

Der Aufbau anwendungsorientierter Kompetenzen im Bereich der quantitativen und qualitativen Datenanalyse zur Lösung verschiedener Marketing-Mix-Aufgabenstellungen ist das Ziel des Moduls "Online-Marktforschung".

Die gesamte Bandbreite des Usability Engineering in Theorie und Praxis erlernen die Studierenden im gleichnamigen Modul "Usability Engineering".

Für Absolvent_innen, die den Studiengang der Betriebswirtschaftslehre mit einer Vertiefung im Handelsmanagement abschließen, stehen anschließend die Türen in den verschiedenen Teilbereichen des Handels offen. Vom Einzelhandel reicht dieses Spektrum über den Großhandel bis hin zum Versandhandel und dem Onlinehandel. Auch handelsnah agierende Unternehmen im Bereich der Produktion und Logistik bieten spannende berufliche Perspektiven. Das Einschlagen dieses Wegs in der Betriebswirtschaftslehre empfiehlt sich insbesondere für Studierende, die sich für die vielschichtigen technischen, finanziellen und juristischen Herausforderungen einer dynamischen Branche begeistern können, die sich großer wirtschaftlicher Bedeutung erfreut.